Tierärztin Dr. Jutta Ziegler: Industrielles Tierfutter macht krank!
Was fressen unsere Haustiere wirklich und was macht sie krank? Warum leiden Millionen Hunde und Katzen trotz angeblich „hochwertigem“ Futter unter Allergien, Verdauungsproblemen oder Gelenkschmerzen? Die österreichische Alternativ-Tierärztin Dr. Jutta Ziegler nimmt in diesem aufrüttelnden Interview kein Blatt vor den Mund. Ihre Diagnose ist klar: „Industrielles Tierfutter macht krank!“ In vielen Produkten aus Supermarkt und Tierarztpraxis stecken Abfälle, Zucker, Chemie und synthetische Zusätze statt echter Nährstoffe. Die Folge: chronisch kranke Tiere durch falsche Ernährung.
Dieses Interview sollte jeder Tierhalter gesehen haben, dem das Wohl seines Tieres am Herzen liegt.
Supermarkt-Futter als Krankmacher
Ziegler kritisiert die massive Verbreitung von industriell hergestelltem Tierfutter. Trockenfutter mit hohem Stärkeanteil, synthetischen Zusätzen, minderwertigen tierischen Nebenerzeugnissen und Konservierungsmitteln belaste Stoffwechsel, Leber und Darmflora. Die Folgen seien unter anderem Übergewicht, Allergien, chronische Entzündungen, Verdauungsprobleme und ein schwaches Immunsystem.
Betroffen sind laut Ziegler nicht nur alte Tiere. Auch junge Hunde und Katzen zeigen immer häufiger Beschwerden wie Hautausschläge, Durchfall, Juckreiz, Nervosität oder wiederkehrende Infekte – Symptome, die oft mit „Unverträglichkeiten“ oder „genetischen Faktoren“ abgetan werden, deren Ursache aber vielfach im Futternapf liege.
Deklaration ist Täuschung
Viele Tierhalter würden sich in Sicherheit wiegen, weil auf Verpackungen Begriffe wie „Premium“, „veterinärmedizinisch geprüft“ oder „entwickelt mit Tierärzten“ stehen. Doch laut Ziegler verschleiern solche Begriffe die wahren Inhaltsstoffe. Besonders kritisch sieht sie sogenannte „ernährungsphysiologische Zusatzstoffe“, die meist synthetisch sind und dem Tierorganismus langfristig schaden können. Sie plädiert für klare, ehrliche Deklarationen mit hohem Fleischanteil und möglichst wenigen Zusatzstoffen.
In ihrer Praxis begegnet sie täglich Patienten, deren Zustand sich allein durch eine konsequente Futterumstellung verbessert hat – ohne Medikamente, ohne Diätfutter. Viele Beschwerden wie schleimiger Kot, ständiges Grasfressen, übler Körpergeruch oder Ohrenentzündungen verschwinden, sobald Darm und Leber entlastet werden.
BARF, Nassfutter und sinnvolle Ergänzungen
Neben einer Rückkehr zur natürlichen Fütterung – etwa mit BARF („Biologisch artgerechtes rohes Futter“) oder hochwertigem Nassfutter – betont Ziegler den gezielten Einsatz von Nahrungsergänzungsmitteln. Gerade Tiere mit geschwächter Verdauung, nach Impfungen oder Medikamentenbelastung könnten von Präparaten wie DarmfloraPlus, Zeolith, Akazienfaser oder Ulmenrinde profitieren. Diese fördern die Regeneration der Darmflora, unterstützen die Schleimhäute und helfen beim Ausleiten belastender Stoffe.
Für Tiere mit Gelenkproblemen oder altersbedingten Beschwerden empfiehlt sie Produkte wie Basis Gelenk Spezial, Basis Herz oder Basis Leber. Sie enthalten pflanzliche Wirkstoffe, Vitamine und Mineralien in abgestimmter Dosierung – ohne synthetische Zusätze. Auch Enzym Plus kann laut Ziegler bei Verdauungsproblemen oder Pankreasschwäche hilfreich sein.
Omega-3-Fettsäuren – zum Beispiel aus natürlichem Lachsöl – sollten ebenfalls regelmäßig zugeführt werden. Sie unterstützen Fell, Haut, Gelenke und wirken entzündungshemmend. Für Hunde und Katzen, die wenig Sonne abbekommen oder deren Immunsystem geschwächt ist, rät Ziegler zu einem Kombipräparat mit Vitaminen A, D, E und K.
Futterumstellung ist Prävention
Ziegler ruft Tierhalter zur Eigenverantwortung auf: Zutatenlisten prüfen, kritisch nachfragen, nicht blind auf „Diätfutter vom Tierarzt“ vertrauen – und schrittweise umstellen. Wer auf hochwertige Nahrung setzt, stärke nicht nur die Gesundheit des Tieres, sondern verhindere viele spätere Probleme.
Der erste Schritt sei meist der schwerste. Doch bereits kleine Umstellungen – etwa das Ersetzen eines Teils des Trockenfutters durch frische Zutaten oder ein hochwertiges Nassfutter – können eine große Wirkung entfalten. Ergänzungen wie Zeolith oder DarmfloraPlus helfen, den Übergang sanft zu gestalten.
Impulse aus dem Gespräch
- Tierfutter ist nicht gleich Tiernahrung. Die Qualität entscheidet, nicht das Marketing.
- Viele Beschwerden wie Juckreiz, ständiges Erbrechen oder Durchfall haben mit falscher Fütterung zu tun.
- Darmgesundheit ist der Schlüssel für das Immunsystem, das Verhalten und die Vitalität des Tieres.
- Ergänzungen sollten gezielt und individuell abgestimmt eingesetzt werden, nicht nach Gefühl oder pauschal.
- Auch bei Tieren gilt: Weniger Chemie, mehr Natur.
Dr. Jutta Ziegler im Porträt
Die Tierärztin aus Hallein bei Salzburg betreibt seit vielen Jahren eine Praxis, ein Beratungsteam und eigene Produktlinien. Ihre Bücher gehören zu den meistdiskutierten Veröffentlichungen im Bereich Tiergesundheit im deutschsprachigen Raum. Sie will aufrütteln, Zusammenhänge aufzeigen und Tierhalter wieder zum Mitdenken bewegen.
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